|
adaptive Radiation: Bildung neuer Arten durch
die regionale Ausbreitung einer Stammform und Anpassung an
unterschiedliche Umweltbedingungen, meist ausgelöst durch
ein vorangegangenes Aussterbeereignis (Faunen- bzw. Florenschnitt).
Adventivlobus: Im Zuge der individuellen Entwicklung von
Ammonoideen erzeugte Vermehrung der Lobenlinien-Elemente zwischen
dem Ex-temlobus und dem ersten Laterallobus (Lobenlinie).
advolut: Extrem weitnabelige Gehäusegestalt, deren Windungen
einander gerade noch berühren.
aequicostat: Ammonitengehäuse, dessen Rippenskulptur
sich im Verlauf der Ontogenie nicht verändert, so daß
über alle Windungen hinweg ein einheitliches Rippenmuster
verwirklicht ist. Gegensatz: variocostat.
Allometrie: Ein nicht linearer Größenzuwachs führt
im Zuge der Ontogenie eines Lebewesens zu Proportionsänderungen
verschiedener Körpermerkmale. Bei den Ammonoideen können
sich durch
allometrisches Wachstum wesentliche Gehäuseparameter
wie Spiraleinrollung, Windungsquerschnitt und Skulptur von
juvenilen zu
adulten (= erwachsenen) Individuen grundlegend verändern.
Amaltheiden: Ammoniten-Familie des Unter-Jura (Lias), deren
Gehäuse durch einen charakteristischen Zopfkiel gekennzeichnet
ist.
Ammonitella: Ammonitengehäuse des Schlüpflings aus
dem Ei, bestehend aus dem Protoconch und einem weiteren Gehäuseumgang
ohne Anwachslinien. Die Ammonitella endet mit der nepionischen
Einschnürung, nach welcher der Teleoconch des Jungtieres
beginnt.
Ammoniten: Sammelbezeichnung für die Ammonoideen des
Erdmittelalters, deren "ammonitische" Lobenlinie
aus gezackten Loben und Sätteln zusammengesetzt ist.
Im vereinfachten Sprachgebrauch auch als Sammelbegriff für
alle Ammonoideen verwendet.
anaerob: Sauerstofffreie Umweltbedingungen, die bei Zufuhr
hinreichender organischer Substanz Fäulnisprozesse ermöglichen.
Anaptychus: Einteiliger homschaliger Unterkiefer der Ammonoideen.
angustisellat: Prosutur.
apikal: An der Spitze (des Gehäuses) gelegen.
 |
Haben Sie Interesse an unserer Fossiliensammlung?
Bitte senden Sie eine Anfrage und wir kontaktieren Sie
unverbindlich! |
| » Anfrage
senden |
Apomorphie: Ausbildung neu erworbener Merkmale, welche zur
Charakterisierung einer eigenständigen taxonomischen
Gruppierung geeignet ist.
Apophysen: Langgezogene bis schaufeiförmige Mündungsfortsätze
("Ohren") mikroconcher Gehäuse (Sexualdimorphismus),
deren Funktion noch umstritten ist.
Aptychus: Zweiklappiger, verkalkter Deckel höherer Ammoniten
seit dem oberen Lias ("Aptychophora"), der aus der
Umwandlung des ursprünglich einteiligen Unterkiefers
(Anaptychus) hervorging.
aquatisch: Im Wasser lebend.
Aragonit: Rhombische Hochdruck-Modifikation des Kalziumkarbonats,
das unter den oberflächennahen Druck- und Temperaturbedingungen
metastabil und leicht löslich ist. Das unter diesen Bedingungen
stabile Mineral des Kalziumkarbonats ist der Kalzit (Kalkspat)
mit rhomboedrischem Kristallgitter.
asellat: Prosutur.
Aspidoceraten: Ammoniten-Familie des Jura mit charakteristischem
Deckel ( Laevaptychus).
aspinocon: Gehäusegestalt heteromorpher Ammoniten, deren
hakenförmige Wohnkammer sich von dem anfangs planspiralen
Gehäuseabschnitt loslöst.
Atavismus: Merkmalsausbildung, die auf zeitweise unterdrückte
Erbanlagen der stammesgeschichtlichen Vorfahren zurückgreift.
 |
| Fossilien - Fossiliensammlung - Fossilien Schweiz -
Fossilien Herznach - Fossilien Verkauf - Fossilien zum
Kauf - Herznach - Ammonitenfauna - Fossilien zum Kauf
- Allometrie - Apomorphie - Atavismus - adaptive Radiation |
|