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Sepien, Kalmare und Octopoden verfügen über Farbträger
(Chromatophoren), die in die Epidermis eingelagert sind und
deren Anzahl vom Lebensalter sowie der taxonomischen Zugehörigkeit
abhängt.
Einzigartig im Tierreich, können die Chromatophoren
binnen Sekunden durch direkte neuromuskuläre Steuerung
des Gehirns an die unterschiedlichsten und zum Teil sehr heterogenen
Untergrundverhältnisse angepaßt werden.
Das intensive Farbspiel der Coleoideen dient aber nicht nur
der Tarnung, sondern spielt auch eine wichtige Rolle in ihrer
wechselseitigen Kommunikation und dem Sexualleben.
Das vereinzelte Auftreten von flach in die Schalenaußenseite
eingetieften Punktmustern einiger paläozoischer Ammonoideen
(zum Beispiel Manticoceras) stand möglicherweise in Zusammenhang
mit ehemaligen Farbmustern.
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Die annähernd gleichmäßige Verteilung dieser
Punktierung über die gesamte Oberfläche des Phragmokons
und der Wohnkammer schließt eine Rückführung
auf Ätzspuren ehemaliger Epöken aus.
Da sie ausschließlich auf der Außenseite der
Schale vorkommen, gehen sie offensichtlich auf Modifikationen
der Äußeren Prismenschicht zurück und unterscheiden
sich somit von zum Teil ähnlichen Punktmustern, die auf
der Schaleninnenseite angelegt wurden und bevorzugt als Ritzstreifung
oder "Pits" auf Steinkernen sichtbar werden (siehe
oben).
Möglicherweise waren die ehemals pigmentierten Partien
der Äußeren Prismenschicht bei ihrer fossildiagenetischen
Umwandlung nur unvollständig durch Kalzit ersetzt worden
und präsentieren sich nun als Fehlstellen der Schalenaußenseite.
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